FREIE PLÄTZE: 2 freie Plätze ab Sommer 2022

Pädagogisches Konzept

Bildung und Förderung in der frühkindlichen Phase

Für kleine Kinder ist der gesamte Tag ein spannender Lernprozess: es wird die Umgebung erforscht, verschiedenste Eindrücke werden verarbeitet und die Sinne werden ausgiebig getestet. Sie lernen viel über ihren Körper, die verschiedenen Arten von Kommunikation und imitieren das Verhalten von Erwachsenen sowie von anderen Kindern. Für eine gute Entwicklung ist es wichtig, die Kinder in einem behüteten Umfeld, immer wieder zu ermutigen neue Erfahrungen zu sammeln, um daraus langfristig zu lernen.

Ich möchte mit Ihrem Kind zusammen auf eine große Entdeckungsreise gehen, ihm viele Dinge näher bringen und seine Neugier wecken. Das Ziel ist dabei selbstständiger zu werden, um mehr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu erlangen. Kinder sollen lernen, dass durch ihre Handlungen und Ihre Kommunikation Reaktionen hervorgerufen werden, die dem Kind ermöglichen Einfluss auf seine Umwelt zu nehmen.

Folgende Bildungsfelder sind mir wichtig:
- Sprachentwicklung
- soziales Leben in der Gruppe
- Bewegung und Gesundheit

Mir ist es wichtig, ganz individuell auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten Ihres Kindes einzugehen, um es gezielt zu unterstützen.

Als Erwachsene möchten wir unsere Kinder gerne vor schlechten Erfahrungen schützen „klettere bitte nicht zu hoch, sonst fällst du runter“ doch gerade diese Vorsicht ist es, die das Kind daran hindert eigene Erfahrungen zu machen. Daher lautet ein berühmtes Zitat von Maria Montessori „Hilf mir, es selbst zu tun“. 

Ich biete daher keine vorschnellen Lösungswege an, sondern unterstütze Ihr Kind nur, wenn es nicht weiterkommt. Freut sich Ihr Kind nicht viel mehr darüber, wenn es etwas selbst herausgefunden und die Situation aus eigener Kraft bewältigt hat, anstatt das wir als Erwachsene dem Kind den Lösungsweg gezeigt haben?

„Kinder möchten sich selber ein Bild von der Welt machen. Niemand sonst kann dies für sie tun“ heißt es schließlich auch in den NRW Bildungsgrundsätzen. Denn wie ein bekanntes Sprichwort sagt „Nimm ein Kind an die Hand und lass Dich von ihm führen. Betrachte die Steine, die es aufhebt und höre zu, was es Dir erzählt. Zur Belohnung zeigt es Dir eine Welt, die Du längst vergessen hast“ (Quelle: o.A.)

Grundlage in der Kindertagespflege: Sicherheit und Unfallschutz

Gerade in der U3 Betreuung ist Sicherheit im Haus und Gartenbereich sehr wichtig. Zudem möchte ich jedem Tageskind und auch Ihnen die Gewissheit geben, dass Ihr Kind bei mir sicher aufgehoben ist. Ich habe daher einige Vorkehrungen getroffen:

  • Unser Haus ist ein Nichtraucherhaushalt.
  • Unsere Treppen sind mit einem kindgerechten Geländer geschützt, wo sich auch die Kleinsten schon selbstständig festhalten können. Zudem haben wir Antirutsch Stufenteppiche auf jeder Treppenstufe.
  • Treppenschutzgitter befinden sich an den wichtigsten Stellen in unserem Haus.
  • Reinigungsmittel und Medikamente sind unzugänglich aufbewahrt.
  • Alle Steckdosen sind gesichert.
  • Alle Schubladen und Schranktüren sind mit einer Kindersicherung versehen.
  • Auf jeder Etage ist ein Rauchmelder angebracht und ein Feuerlöscher befindet sich in Reichweite.
  • Unser Garten ist eingezäunt und von außen nicht einsehbar.
Da ich regelmäßig einen Erste-Hilfe-Kurs besuche und auch darüber hinaus meine Kenntnisse im Bereich Sicherheit der Kindertagespflege aktuell halte, möchte ich Ihnen versichern, dass sowohl bei mir, als auch dem Jugendamt die Sicherheit Ihres Kindes an erster Stelle steht. Daher werden nicht nur vom Gesundheitsamt, sondern auch vom Jugendamt regelmäßig Kontrollen in meiner Kindertagespflege durchgeführt, um diese Sicherheit zu gewährleisten.

Grundlage in der Kindertagespflege: Ernährung

Besonders bei Kindern ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung wichtig, da sich ihr Körper noch im Wachstum befindet. Daher werden besonders Vitamine, Spurenelemente und Mineralien als Energiequelle benötigt.

Der Tag startet mit einem ausgewogenen gemeinsamen Frühstück, um jedem Kind individuell die Möglichkeit zu geben, Kraft für den Tag zu sammeln. Hier steht Ihrem Kind eine kleine Auswahl aus frischem Obst und Gemüse sowie Vollkornbrot oder auch mal Joghurt zur Verfügung.

Das Mittagessen besteht aus abwechslungsreichen selbstgekochten Speisen. Fleisch ist zwar wichtig, steht bei uns aber nicht täglich auf dem Tisch. Viel mehr konzentrieren wir uns auf Gemüse, Kohlenhydrate oder ab und zu auch mal Fisch. Hier wird auch auf die Vorlieben Ihres Kindes geachtet. Jedes Kind hat daher einmal im Monat die Möglichkeit sich ein Essen für die gesamte Gruppe zu wünschen.

Alle Speisen werden bei uns gemeinsam eingenommen. Jedes Kind hat seinen eigenen festen Sitzplatz am Tisch und wird aktiv in die Essensvor- und auch Nachbereitungen eingebunden, so zum Beispiel durch das gemeinsame Tischdecken oder das anschließende Geschirr einsammeln. Ihr Kind soll die Möglichkeit haben verschiedene Gerichte kennen zu lernen, welches es vielleicht (noch) nicht von zuhause kennt. Es kann selbst entscheiden, wie viel und was es Essen möchte. Mir ist es wichtig, dass Essen nichts mit Zwang zu tun hat und Ihr Kind so einen gesunden Bezug zur Nahrung erlernt. Durch die Gemeinschaft am Tisch wird der Zusammenhalt innerhalb der Gruppe gefördert und die Kinder lernen schnell mit Hilfsmitteln wie Löffel oder Gabel zu essen.

Beispiel Wochenspeiseplan:

Montag

Möhren und Kartoffeln untereinander

Dienstag

Vollkornnudeln mit Tomatensauce und Gurkensalat

Mittwoch

Hühnerfrikassee

Donnerstag

Champignon-Risotto mit gemischtem Salat

Freitag

Kartoffelpüree und Spinat mit Fischstäbchen

 

Wenn Ihr Kind an einer Lebensmittelunverträglichkeit oder Allergie leidet, wird dies selbstverständlich berücksichtigt.

Grundlage in der Kindertagespflege: Gesundheit und Hygiene

In einer kleinen Gemeinschaft besteht auch immer die Gefahr, dass sich Krankheiten und Bakterien ausbreiten. Für mich ist es deshalb besonders wichtig, dass Ihr Kind ebenfalls einen natürlichen Bezug zum Thema Gesundheit und Hygiene entwickelt. Dreck und Schmutz gehören zum Spielen im Freien zwar dazu, man muss ihm aber mit entsprechenden Hygienemaßnahmen begegnen.

Falls Ihr Kind noch Windeln benötigt, möchte ich Sie bitten, mir sowohl Windeln als auch Feuchttücher zur Verfügung zu stellen. Gerade beim Wickeln achte ich besonders darauf, dass es sich hier nicht nur um eine hygienische Notwendigkeit handelt. Hier stimme ich voll und ganz der Pikler-Pädagogik zu, welches als eines Ihrer Grundthemen die Pflege von Säuglingen und Kleinkindern als „beziehungsvolle, kooperative Pflege“ bezeichnet und nicht nur als ein Abhandeln von Notwendigkeiten. Denn durch eine liebe- und respektvolle Pflege ist es möglich, nicht nur die Grundbedürfnisse des Kindes zu erfüllen, sondern auch die enge Beziehung zum Kind zu stärken. Daher wird Ihr Kind aktiv in das Wickeln mit einbezogen z.B. durch das Anreichen von Feuchttüchern oder das Wegbringen seiner benutzten Windel. So entwickelt Ihr Kind einen natürlichen Bezug zu seinem eigenen Körper und fühlt sich darüber hinaus sicher und geborgen.

Falls Ihr Kind keine Windeln mehr benötigt, haben die Tageskinder ein eigenes Badezimmer. Dort befindet sich sowohl ein Töpfchen als auch ein festinstallierter Kinder WC-Sitz, um Sie und Ihr Kind während der Sauberkeitsentwicklung zu unterstützen. 

Alle Räumlichkeiten werden mehrmals täglich gelüftet und gereinigt.

Alle Spielsachen werden selbstverständlich regelmäßig gereinigt und desinfiziert.

Spaß an Bewegung und Kreativität

Freies Spiel, Bewegung und Kreativität nehmen den größten Teil in unserem Tagesablauf ein. Die Kinder lernen durch Bewegung ihren Körper besser kennen und trainieren dabei alle Sinne. 

Das Besondere kann jederzeit entdeckt werden: in der Natur finden sich überall Sachen, mit denen man spielen und basteln kann. Mit viel Freude untersuchen wir unsere Umgebung und probieren z.B., womit man Musik machen kann, was sich zum Basten eignet oder spielen einfach im Sandkasten. Für mich ist es immer wieder faszinierend, mit welchem Eifer und welcher Hingabe die Kinder neue Sachen für sich entdecken.

Auch Musik und Singen kommt in meiner Kindertagespflege nicht zu kurz. Durch zusammen gesungene Lieder erweitern und vertiefen die Kinder ihren Wortschatz und lernen schnell, kleine Lieder selbstständig mitzusingen. Ich habe auch einen Vorrat an verschiedenen Instrumenten und Gegenständen, mit denen man Töne erzeugen kann – die Kinder haben damit viel Spaß und werden zu kleinen „Komponisten“.

Eingewöhnung: der Beginn eines neuen Lebensabschnittes

Die Grundlage der Eingewöhnung bildet in meiner Tagespflege das „Berliner Modell“. Bei dieser Methode der Eingewöhnung wird schrittweise eine enge und vertrauensvolle Bindung zwischen der Tagesmutter und dem Kind aufgebaut. Dabei steht allein Ihr Kind im Vordergrund. Es sollte keinerlei Druck oder Überforderung erleben. Es soll viel mehr erfahren, dass es in meiner Tagespflege willkommen ist und sich trotz einer erstmal neuartigen Umgebung geborgen fühlen kann.

Selbstverständlich muss sich dieses Vertrauen erst einmal entwickeln und bezieht sich sowohl auf die enge Beziehung zwischen Ihrem Kind und mir als Tagesmutter, als auch auf die Beziehung zwischen Eltern und Tagesmutter. Denn mir ist es besonders wichtig, nicht nur zu den Kindern, sondern auch zu den Eltern eine enge partnerschaftliche Beziehung aufzubauen.

Bis jetzt kannte Ihr Kind vielleicht nur Sie als Bezugsperson. Es könnte daher mit Verunsicherung, Angst, Wut und Stress auf neue Personen und eine neue Umgebung reagieren. Das ist ein normales Verhalten und Ihr Kind muss in kleinen behutsamen Schritten lernen, sein Vertrauen auch auf andere Personen auszuweiten. Daher orientiere ich mich am Berliner Modell, welches die Eingewöhnung in vier Phasen unterteilt: die Grundphase, der erste Trennungsversuch, die Stabilisierungsphase und die Schlussphase. Da jedes Kind einzigartig ist und sich nicht nur im Aussehen, sondern auch durch seinen Charakter, seine Entwicklung, seine familiären und kulturellen Hintergründe und sein Alter unterscheidet, ist auch jede Eingewöhnung anders und es gibt keine pauschale Aussage wie lange die jeweilige Phase dauert. Denn das Tempo und die Dauer der Eingewöhnung bestimmt ganz allein Ihr Kind.

Nun eine kurze Erläuterung der jeweiligen Phasen:

1. Phase: Grundphase

Mutter oder Vater begleiten ihr Kind in die Kindertagespflege und bleiben ca. 1-2 Stunden gemeinsam vor Ort. In dieser Phase nähert sich die Tagesmutter langsam und behutsam dem Kind an, ohne es zu bedrängen. In der Regel dauert diese Phase 3 Tage.

2. Phase: Erster Trennungsversuch

Mutter oder Vater kommen gemeinsam mit ihrem Kind in die Tagespflege. Kurz darauf verlässt das Elternteil für wenige Minuten den Raum, bleibt aber in der Nähe und erreichbar. Verhält sich das Kind ruhig und gelassen, spricht dieses Verhalten für eine kürzere Eingewöhnungszeit. Verhält sich das Kind jedoch stark verunsichert und lässt sich von der Tagesmutter auch nicht beruhigen, muss man sich auf eine etwas längere Eingewöhnungszeit einstellen.

3. Phase: Stabilisierungsphase

Mutter oder Vater überlassen es nun der Tagesmutter auf die Signale des Kindes zu reagieren, es zu wickeln, zu füttern und mit ihm zu spielen. Sie halten sich eher im Hintergrund auf. Die Trennungsphase wird schrittweise vergrößert und die Tagesmutter wird allmählich zur Bezugsperson für das Kind

4. Phase: Schlussphase

Das Kind lässt sich von der Tagesmutter trösten und sucht den Kontakt zu ihr. Die Eltern bleiben für den Notfall telefonisch erreichbar.  

 

Als Eltern können Sie Ihr Kind aktiv in der Eingewöhnung unterstützen. Sie sind bildlich gesprochen „der sichere Hafen“ im Hintergrund, bei welchem das Kind Trost, Geborgenheit und Zuflucht suchen kann. Ihr Kind bekommt das Gefühl, dass ihm nichts passieren kann, so lange Mutter oder Vater in seiner Nähe sind. Hilfreich ist es ebenfalls einen vertrauten Gegenstand von zuhause für Ihr Kind mitzubringen. Das kann ein Kuscheltier, ein Schnuller oder auch eine Decke sein. Es erinnert Ihr Kind stets an zuhause oder an die Eltern, auch wenn diese gerade einmal nicht in der Nähe sind. Besonders wichtig ist es auch zu erwähnen, sich wenn möglichst während der Eingewöhnung nicht abzuwechseln. Es sollte daher nur ein Elternteil die Eingewöhnung begleiten, da es sonst zu Unruhe oder Irritation beim Kind führen kann.

Als Mutter weiß ich, dass nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern sich erst einmal an die neue Situation gewöhnen müssen. Es ist nicht einfach, sein Kind schrittweise loszulassen, aber nur so kann eine gute Beziehung zur Tagesmutter aufgebaut werden. Daher besuche ich alle Familien vor Beginn der Eingewöhnung zuhause. Hier besprechen wir gemeinsam den gesamten Ablauf der Eingewöhnung und ich erkläre Ihnen noch einmal die einzelnen Phasen des Berliner Modells. Zudem haben Sie die Möglichkeit, wichtige Fragen vorab beantwortet zu bekommen, so dass Sie und Ihr Kind voller Vorfreude in die Eingewöhnung starten können.

Die Eltern sind ein wichtiger Teil der Erziehungspartnerschaft

Besonders kleine Kinder merken schnell wie die Beziehung der Bezugspersonen zueinander ist. Das kann sowohl durch Mimik, Gestik, Blicke oder den Klang der Stimme passieren. Umso wichtiger ist es daher, dass die Bezugspersonen ein enges und partnerschaftliches Verhältnis pflegen. Denn nur so kann auch Ihr Kind eine solche Bindung zu mir als Tagesmutter aufbauen.

Von Anfang an versuche ich die Eltern in meine Arbeit mit einzubeziehen. Daher biete ich auch ganz zu Beginn der Eingewöhnung einen Hausbesuch an.

Durch regelmäßige Gesprächsnachmittage die über ein sogenanntes „Tür- und Angelgespräch“ hinausgehen, haben Sie die Möglichkeit einen intensiveren Einblick in meine tägliche Arbeit zu bekommen. Nur so können individuelle Ideen und Vorschläge der Eltern berücksichtigt werden und gemeinsame Entscheidungen zum Wohl des Kindes getroffen werden. Hierzu biete ich zum Ende der Eingewöhnungszeit, sowie alle 6 Monate ein Entwicklungsgespräch an. So erhalten Sie einen regelmäßigen Einblick in den Entwicklungs- und Bildungsstand Ihres Kindes von Seiten der Tagespflege.

Gerne können sich die Eltern auch untereinander austauschen. Gelegenheit bietet hier sowohl unser jährliches Sommerfest, als auch unsere Weihnachtsfeier, bei der sowohl Eltern als auch Kinder eine schöne gemeinsame Zeit verbringen.

Denn niemand kennt Ihr Kind so gut wie Sie und durch Ehrlichkeit, Vertrauen und Respekt können beide Seiten einander ergänzen und zur positiven Entwicklung Ihres Kindes beitragen.